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Inklusion (Finnland)

Prof. Matti Meri und Miili Mero

Inklusive Schule – eine Utopie oder Möglichkeit?

In Finnland sind viele Gemeinschaftsschulen als inklusive Schulen organisiert. Der Unterricht läuft nach dem Motto, alle SchüIerInnen gemeinsam zu unterrichten. Das bedeutet, dass im Unterrichtsverlauf die Lehrpersonen sehr viel differenzieren müssen.

Im Workshop wurden neben der wissenschaftlichen Einordnung des Themas die Ergänzung aus der Praxis aufgezeigt sowie persönliche Lernpläne, verschiedene pädagogische Lösungen, wie auch die Möglichkeiten und Herausforderungen des inklusiven Unterrichts. Einige Forschungsergebnisse zeigen, wie anspruchsvoll aber auch erfolgreich es ist, inklusiven Unterricht zu geben. Auch über die Perspektive von SchüIerInnen, Lehrkräften und Eltern wurde diskutiert.

Ergebnisse

LehrerInnenbildung:

  • Die Auswahl der Studierenden, die in Deutschland über den Numerus Clausus erfolgt, sollte überdacht werden. In Finnland werden BewerberInnen nach einer Prüfung zum analytischen Denken und einem Vorstellungsgespräch zum Lehramt zugelassen. Übertragungsmöglichkeiten für die Zulassung zum Lehramtsstudium in Deutschland sollten diskutiert werden.

Schulische Praxis:

  • Vorbildfunktion der Schulleitung für die LehrerInnen und das pädagogische Personal an der Schule. Weitere Anregungen sind die Bedeutung der Kooperation mit den Eltern und das Akzeptieren, dass administrative Aufgaben zum beruflichen Alltag von Lehrkräften gehören auch wenn sie viel Zeit in Anspruch nehmen.

Bildungsadministration:

  • Für die Bildungsadministration stelle sich vor allem die Aufgabe der Kooperation und Unterstützung der an Schule beteiligten.