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Migrationsbedingte Heterogenität (Schweiz)

Prof.' Doris Edelmann

Studierende mit Migrationshintergrund: Chancen und Herausforderungen für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Der Blick auf Diversität ist immer verbunden mit dem folgenden Dilemmata: einerseits muss der Blick auf Differenzen gerichtet werden, damit mögliche Potenziale und/oder Herausforderungen, die daraus resultieren, überhaupt erkannt und anerkannt werden können, denn die Ignoranz von Unterschieden würde letztlich zu einer Gleichbehandlung von Ungleichen und damit zu Diskriminierung führen.

Anderseits trägt ein bewusster Blick auf Differenzen immer auch dazu bei, dass diese dadurch möglicherweise erst konstruiert werden und Dimensionen der Gleichheit in den Hintergrund treten lassen, was letztlich in Stigmatisierungsprozesse münden kann.

Der Umgang mit diesem unauflöslichen Widerspruch zwischen Betonung und Nicht-Betonung von Differenz ist daher als Kernelement pädagogischer Professionalität im transnationalen Raum zu verstehen und erfordert von Studierenden, Lehrkräften und Lehrerbildenden eine stetige kritische Reflexion ihres Handelns im Umgang mit Differenzen, sowohl bezüglich Selbst- als auch Fremdzuschreibungen.

In diesem Workshop erfolgte im Rahmen eines Input-Referates zunächst eine theoretische Reflexion über die "Dialektik der Differenz". Vertiefend wurden ausgewählte Einblicke in empirische Studien zu (angehenden) Lehrkräften mit Migrationshintergrund aufzeigt und dabei dialektische Positionierungen zwischen Betonung und Nicht-Betonung von Differenzen beleuchtet, die Potenziale und Herausforderungen verdeutlichten.