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Individualisieren – Wege in eine neue Lernkultur

Die Heterogenität von Lerngruppen rückt derzeit immer mehr in den Fokus der Schulpädagogik. Dabei treten verschiedene Fragen auf: Welche Voraussetzungen braucht eine neue Lernkultur? Wie kann Unterricht so gestaltet werden, dass er den individuellen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen entspricht? Und wie sollten zukünftige Lehrerinnen und Lehrer ausgebildet werden, um diesen Herausforderungen gewachsen zu sein?

Video-Bericht: Impressionen, Ergebnisse und Kommentare

Impressionen, Ergebnisse und Kommentare – Die Tagung als Video im Youtube-Channel des ZfL Köln für Sie zusammengefasst.

Für den 21. und 22. März 2013 hatte das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln zu einer Tagung mit dem Thema "Individualisieren – Wege in eine neue Lernkultur" eingeladen. Rund 320 TeilnehmerInnen aus Hochschulen, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung und Schulen nutzten die Gelegenheit, sich über dieses derzeit viel diskutierte Thema zu informieren und auszutauschen.

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Eröffnet wurde die Tagung am Donnerstag Nachmittag mit einem Multi-Media-Vortrag des Bildungsjournalisten Reinhard Kahl, der sich dem Thema "Individualisierung – Das Geheimnis guter Schulen" widmete. Auf dem anschließenden Marktplatz der (Förder-)Möglichkeiten präsentierten Schulen, inner- und außeruniversitäre Bildungsprojekte sowie Verlage ihre besonderen Leistungen auf dem Gebiet des individualisierten Lernens. Diesen kommunikativen Rahmen nutzten alle Seiten zu einem regen Austausch.

Der Freitag Vormittag begann mit einem Vortrag von Prof. Christian Fischer (Uni Münster), der den TeilnehmerInnen mit seinem Vortrag über "Selbstreguliertes Lernen in der individuellen Förderung" einen differenzierten Einblick in die Möglichkeiten der schulpraktischen Integration individualisierten Lernens in den Schulalltag bot. Prof. Franz Hofmann (Uni Salzburg) legte in seinem anschließenden Vortrag anschaulich dar, "Wie SchülerInnen der Sekundarstufe I lernen. Individuelle Lernmotive und mögliche Konsequenzen".

Am Freitag Nachmittag hatten die TagungsteilnehmerInnen dann die Gelegenheit, das Thema der Tagung konkret zu erleben und sich unter insgesamt 16 verschiedenen Workshops nach ihren individuellen Interessenlagen zu entscheiden. Damit griff die Tagung die Erwartungen und Ausgangslagen der TeilnehmerInnen auf. Diese hatten in einer Befragung im Vorfeld der Tagung großes Interesse an einem weit gefächerten, praxisorientierten Angebot bekundet.

Video: Mädchen- und Jungenarbeit in der Schule

Der Vortrag von Uli Boldt über Mädchen- und Jugendarbeit in der Schule für Sie im Youtube-Channel des ZfL Köln.

Die Tagung wurde abgerundet durch einen Vortrag von Prof. Manfred Spitzer, der sich in seinem Vortrag "Digitale Demenz: Zu Risiken und Nebenwirkungen der modernen Informationstechnik im Bildungsbereich" einem viel diskutierten Aspekt des Themas zuwandt, der in einer abschließenden Podiumsdiskussion lebhaft diskutiert wurde.

Auch durch das Begleitprogramm der Tagung zog sich der thematische Grundgedanke des Individualisierens sowie die Integration der TeilnehmerInnen in das Tagungskonzept wie ein roter Faden. Als krönender Abschluss des Marktplatzes der (Förder-)Möglichkeiten konnten in gemütlicher Atmosphäre bei einem Live-Auftritt des Jazz-Ensemble Soundscapes im Gespräch die vielfältigen Eindrücke diskutiert und Kontakte geknüpft werden. Am zweiten Tagungstag bestand die Möglichkeit, die Vorteile psychomotorischer Aktivitäten im Pausensport, einem Angebot des Hochschulsportes der Universität zu Köln, selbst zu erleben. Um die vielfältigen Inputs der Vorträge und Workshops zu verarbeiten,
bestanden individuelle Wahlmöglichkeiten und viel Raum für Kennenlernen und Kommunikation.

Das Team des ZfL möchte sich bei allen AkteurInnen, BesucherInnen und HelferInnen der Tagung für zwei spannende und informative Tage bedanken!

Video: Portfolio-Arbeit

Der Workshop Portfolioarbeit: Chancen für eine individualisierte Lernkultur von Meike Kricke und Cerstin Henning für Sie mitgeschnitten im Youtube-Channel des ZfL.