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Ment4You

Mehr Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte

Sprachliche
 und kulturelle Heterogenität auf SchülerInnenseite kennzeichnen unsere Schulen, doch stehen diesen zumeist PädagogInnen
 gegenüber, die häufig nur über wenig eigene mehrkulturelle und mehrsprachige Erfahrungen verfügen
. Sie empfinden diese Heterogenität bisweilen
 eher als Belastung denn als Ressource
.

So verwundern die Ergebnisse einer empirischen Studie nicht, nach der SchülerInnen mit Zuwanderungsgeschichte PädagogInnen
 nicht durchweg als unterstützend
 wahrnehmen. Gleichzeitig ist die Zahl der Lehrkräfte mit eigener Zuwanderungsgeschichte an deutschen Schulen sehr gering. Es sind gerade einmal 5 Prozent aller Lehrenden. Dies zeigt ein deutliches Missverhältnis in Bezug auf die mittlerweile etwa 30 Prozent der SchülerInnenschaft
 ausmachenden Gruppe an SchülerInnen mit Zuwanderungsgeschichte.

Die Idee

"Ment4You" ist ein Projekt von "Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte" (LmZ) in Zusammenarbeit mit den Zentren für LehrerInnenbildung in Nordrhein-Westfalen. Die Ausgestaltung des Projekts ist den Universitäten in NRW selbst überlassen bzw. den Projektgruppen, die sich dafür an den Universitäten finden. Das Projekt startete 2016 in Paderborn, Köln, Bielefeld und Bonn und soll auf alle Universitäten in NRW ausgeweitet werden.

Trotz des Namens handelt es sich bei "Ment4You" nicht um ein klassisches Mentoring-Projekt. Im Fokus steht die allgemeine Vernetzung zwischen AkteurInnen von LmZ, Studierenden, ZfL und Interessierten. Im Zuge der Projektumsetzung können Gruppenmentorings stattfinden. Die Gestaltung ist den Verantwortlichen an den Universitäten überlassen. Die Förderung läuft bis mindestens 2020.

Die Ziele

Das langfristige Ziel von "Ment4You" ist es die Studienabbruchsquote von Studierenden mit Zuwanderungsgeschichte durch gezielte Unterstützung zu verringern, um den Anteil an Lehrkräften mit Zuwanderungsgeschichte in Schulen zu erhöhen. Dadurch soll der Heterogenität der SchülerInnenschaft Rechnung getragen und Lehrkräfte für Themen in Zusammenhang mit Diversity sensibilisiert werden.

Die Stärkung der Studierenden erhöht die positive Wahrnehmung von Diversität an der Hochschule (in den Lehramtsstudiengängen). Denn durch die Netzwerke werden die Studierenden zu AkteurInnen und Gestaltenden.

Das Mentoringprogramm wird konstituierender Bestandteil der Lehramtsstudierenden-Netzwerke, die an den jeweiligen ZfL bereits verankert oder noch zu gründen sind.

Der Auftakt

Am 4. Juli 2016 fand an der Universität zu Köln der feierliche Auftakt für das Projekt statt.

Auf dem Podium diskutierten zum Thema "Lehrer(aus)bildung für eine Schule der Vielfalt":

  • Svenja Schulze, NRW-Wissenschaftsministerin
  • Mostapha Boukllouâ, Landeskoordinator Projekt Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte
  • Ulrich Wehrhöfer, Abteilungsleiter im Ministerium für Schule und Weiterbildung
  • Jadranka Thiel, Leiterin der Gruppe "Integration" im Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales
  • Prof. Dr. Manuela Günter, Prorektorin für Gleichstellung und Diversität, Universität zu Köln
  • Christiane Bainski, Leiterin der Landesweiten Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren, LaKI

Die Partner und Förderer

Projektträger

Projekt Lehkräfte mit Zuwanderungsgeschichte NRW (LmZ)

Kommunale Integrationszentren

Kooperationspartner

Ministerium für Arbeit, Integration Soziales des Landes NRW

Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW

Förderung

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW

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