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Preisverleihung am 15. Mai

Stifterpreis Bildung & Integration wird vergeben

Erstmalig vergeben die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln und der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds den Stifterpreis Bildung & Integration. Initiiert durch das Stifterehepaar Katja und Fred Bänfer, werden mit dem Preis drei Absolvent*innen der beiden Hochschulen ausgezeichnet, die sich in ihren Abschlussarbeiten auf herausragende Weise mit der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen im Themenfeld Bildung und Integration auseinandersetzen. Die Ausschreibung und der Preis orientieren sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Kinderrechtskonvention.

In den Kategorien Bachelor- und Masterarbeit sowie Promotion werden Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro vergeben. Die Jury hat sich zudem dazu entschlossen, einen zweiten Platz in den Kategorien Master und Bachelor zu vergeben, um sehr gute Leistungen zu würdigen. An der ersten Ausschreibungsrunde haben insgesamt 41 Studierende und Promovierende teilgenommen.

Die Studierenden nominieren sich selbst. Eine Fachjury wählt die PreisträgerInnen aus. Der Preis ist in der Universität zu Köln angebunden an den Prorektor für wissenschaftliches Personal und Nachwuchs, Prof. Dr. Ansgar Büschges. Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität verantwortet die Umsetzung der Nominierung und der Verleihung.

Die Preisverleihung - Wir laden Sie herzlich ein!

Auf der Preisverleihung erwartet Sie ein vielseitiges Programm: Nach dem Einlass begrüßt Sie unter anderem Dr. Agnes Klein, Dezernentin der Stadt Köln für Bildung, Jugend und Sport a.D.. Im Laufe des Nachmittags wird außerdem der Schauspieler und Kabarettist Fatih Çevikkollu einen Comedy-Beitrag liefern. Die Laudatio für die PreisträgerInnen hält Serap Güler, Staatssekretärin für Integration (Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW). Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Empfang ein.

Preisverleihung Stifterpreis Bildung und Integration

15. Mai 2019, 16 - 18 Uhr
Zentrum für Molekulare Medizin Köln, Robert-Koch-Straße 21

Wir bitten um Ihre Anmeldung per E-Mail an jan.springob(at)uni-koeln.de.

Die PreisträgerInnen 2019

Bachelor: Anna Simon, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Dr.' Henrike Terhart)

Zur Bedeutung von Bildungsangeboten für geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeunterkünften – eine qualitative Interviewstudie in der Einrichtung Herkulesstraße in Köln. (1,0)

"Anna Simon ist 27 Jahre alt und lebt in Köln. Nach dem Abitur nahm sie im Wintersemester 2013 das Studium der Erziehungswissenschaft auf. Studienbegleitend absolvierte sie von Oktober 2015 bis November 2016 zwei Praktika bei dem Sprachförderungsprojekt PROMPT! Deutsch lernen. In diesem Rahmen war sie in Notunterkünften für Geflüchtete zunächst in Düsseldorf und dann in Köln tätig. In letzterer arbeitet sie im Anschluss weiterhin als studentische Lehrkraft beim Deutschen Roten Kreuz bis zum April 2017 in der Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung. Nach ihrem Bachelorabschluss im September 2017 begann sie im selben Jahr mit dem Masterstudiengang Interkulturelle Kommunikation und Bildung mit dem Zweitfach Erziehungswissenschaft. Zusätzlich absolviert sie aktuell das Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache (DaZ) des Mercator-Instituts in Köln. Zwischen Januar und April 2018 war sie am Goethe-Institut in Melbourne als Praktikantin in der Sprachabteilung tätig. Darauf folgte im September 2018 eine freiberufliche Mitarbeit bei der Jugendhilfe Köln e.V. für die Durchführung von Potentialanalysen. Seit Dezember 2015 engagiert sie sich außerdem ehrenamtlich im Verein für Kunst, Kultur und Inklusion e.V."

2. Büsra Bakirci, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Hans-Joachim Roth): Die Bedeutung von Netzwerken für Studierende ‚mit Zuwanderungsgeschichte‘ am Beispiel von MICADOS. (1,0)

Master: Sebastian Koch, Universität zu Köln / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Matthias Heinz)

Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration. (1,0)

"Sebastian Koch absolvierte ein Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt. Später wechselte er an die WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, um sein Studium mit einem Master in Economics fortzuführen. Zu seinem Studium gehörten Auslandsaufenthalte an der New School in New York City sowie der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand. In seiner Masterarbeit mit dem Titel „Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration” beschäftigt sich Sebastian Koch mit der Arbeitsmarktintegration zugewanderter Studierender in Deutschland. Er zeigt, dass sich zugewanderte Studierende weniger effektiv auf den Arbeitsmarkteintritt vorbereiten als einheimische Studierende und dass dies auch dadurch zu erklären ist, dass es zugewanderten Studierenden an Wissen zur Funktionsweise des deutschen Arbeitsmarktes mangelt.Seit April 2018 promoviert Sebastian Koch am Lehrstuhl für Personalwirtschaft von Prof. Guido Friebel an der Goethe-Universität Frankfurt. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Mitarbeiterrekrutierung. In einem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt er sich beispielweise mit der Frage, ob Individuen bei Einstellungsentscheidungen dazu neigen, Kandidatinnen und Kandidaten zu bevorzugen, die ihnen ähnlich sind."

2. Nils Wilscheid & Cosima Zentara, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (PD' Dr. Bettina Lösch): Demokratie in und Demokratisierung von Schule zwischen Diskurs und Praxis – Implikationen für ein demokratisches Regelschulsystem. (1,0)

Promotion: Mona Massumi, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Hans-Joachim Roth)

(Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien migrierter Jugendlicher und junger Erwachsener. Eine qualitative Untersuchung zu Systemeffekten, Schulerfahrungen und Bewältigungsprozessen. (summa cum laude)

"Mona Massumi ist abgeordnete Lehrerin am ZfL. Dort ist sie Koordinatorin für Diversity und Projektleiterin für das Projekt PROMPT! Sie promovierte zu dem Thema „(Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien von migrierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im deutschen Bildungssystem: Eine qualitative Untersuchung zu Schulerfahrungen, Bewältigungsprozessen und Systemeffekten“ an der Universität zu Köln.  Vor ihrer Zeit an der UzK unterrichtete sie an einem Bonner Berufskolleg, vorwiegend in Internationalen Förderklassen."