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Toleranz-Preis zum zweiten Mal verliehen

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln zeichneten am 16. November 2018 drei Kölner Schulen mit dem Preis "Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz" aus. In Videos stellen sich die Schulen und ihr Engagement für Toleranz vor.

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit Prof.' Dr.' Bettina Rockenbach (Prorektorin der Universität zu Köln), Prof. Dr. Dr. h. c. Felix Unger (Präsident der Europäischen Akademie), Frau Unger, Prof. Dr. Stefan Zimmermann (Vorsitzender des Kuratoriums), Dr. Ralf Heinen (Bürgermeister der Stadt Köln), mit den TrägerInnen der Toleranzringe Doris Leuthard & Prof.' Dr.' Katajun Amirpur sowie VertrerInnen der ausgezeichneten Schulen.

Die Gesamtschule Holweide, das Stadtgymnasium Köln-Porz und das Alfred-Müller-Armark-Berufskolleg sind die Preisträgerinnen des Preises "Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz". Die Schulen aus dem Kölner Raum wurden am 16. November 2018 im Stiftersaal des Wallraf Richartz-Museums für ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander ausgezeichnet.

Die drei Schulen wurden aus 17 Nominierungen von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt.

Videos: Besuch in den ausgezeichneten Schulen

Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln hat die drei ausgezeichneten Schulen besucht. In Videos stellen sie sich und ihr Engagement für Toleranz vor.

Lehramtsstudierende nominierten die Schulen

Das Besondere dieses Preises ist, dass die Schulen von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln nominiert wurden, die ihre Praxisphase an der Schule gemacht haben. In einer Umfrage konnten sie von ihren Erfahrungen und Eindrücken an der Schule berichten.

Esther Bejarano mit Toleranzring geehrt

Dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Lale Akgün und Bettina Böttinger an.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit dem Toleranzpreis aus. In diesem Jahr wurden die Professorin Dr. Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin der Universität zu Köln und freie Journalistin, die Schweizer Politikerin Doris Leuthard (Christlichdemokratische Volkspartei) und die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, geehrt. Auf der Preisverleihung wurde Sie von Professor Dr. Jürgen Wilhelm, dem Vorsitzenden der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit vertreten. Bejarano hatte die Rapper Farid Bang und Kollegah bei der Echo-Preisverleihung im April 2018 öffentlich für ihre antisemitischen Texte kritisiert.

ZfL verantwortet die Umsetzung

Das ZfL der Universität verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises: "Ein Preis für Toleranz an Schulen ist aktuell geforderter denn je", so ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. "Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun." Die Festrede anlässlich der Preisverleihung hielt der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Armin Laschet, der an die Reichprogromnacht 1938 erinnerte und daran, dass es Antisemitismus bis in bürgerliche Kreise hinein schon Jahrhunderte gibt.