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Über das Zentrum für LehrerInnenbildung

Rund 15.000 Studierende studieren an der Universität zu Köln einen Lehramtsstudiengang. Damit gehört die Universität zu Köln zu den europaweit größten Standorten in der LehrerInnenbildung. Für die Lehramtsstudierenden bildet das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) eine gemeinsame Anlaufstelle. Unter einem Dach finden sich das Beratungszentrum und das Gemeinsame Prüfungsamt, die Graduiertenschule für LehrerInnenbildung sowie Koordinationsstellen für zukunftsweisende Aspekte der LehrerInnenbildung.

Das ZfL ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Hochschulleitung im Zuständigkeitsbereich des Prorektorats für Studium und Lehre der Universität zu Köln. Das Zentrum agiert fakultäts-und hochschulübergreifend und pflegt den Dialog mit universitären und praktischen Einrichtungen der LehrerInnenbildung sowie den zuständigen Ministerien.

Seine Aufgabe ist, die angehenden LehrerInnen vom Orientierungspraktikum im ersten Studienjahr bis zum Studienabschluss und während der Promotion zu begleiten. Darüber hinaus setzt es sich mit gesellschaftlichen Fragen zur Inklusion und Migration, Vielfalt und Chancengerechtigkeit in Gesellschaft, Schule und Bildung, Internationalisierung oder Digitalisierung auseinander.

Das Herz der Kölner Lehramtsausbildung

Das ZfL bildet eine Schnittstelle zu Hochschulen, Fakultäten, Schulen und vielen weiteren AkteurInnen des Bildungswesens. Es vereint sämtliche Aspekte der LehrerInnenbildung. Was braucht es, damit das funktioniert? Wie können die MitarbeiterInnen den vielfältigen Ansprüchen gerecht werden? Dies und weiteres erklären MitarbeiterInnen des ZfL selbst in diesem Film.

Wir antizipieren Zukunft

Mit einer sich ständig wandelnden Gesellschaft ändern sich auch die Anforderungen, die an LehrerInnen gestellt werden. Aufgabe der Universität ist es dabei, die Lehramtsstudierenden auf eine Welt von morgen vorzubereiten, in der sie als Lehrkräfte ihrerseits SchülerInnen auf eine Welt von übermorgen vorbereiten. Deshalb hat es sich das ZfL zur Aufgabe gemacht, sich aktiv mit aktuellen und künftigen Veränderungen in Schule, Bildung und Gesellschaft auseinanderzusetzen.

Inklusion, Internationalisierung, Diversität, Digitalisierung oder Bildungsgerechtigkeit sind Themen, die derzeit die Diskussion über Bildung bestimmen. Ihre Umsetzung im Bildungssystem stellt eine Herausforderung dar, mit denen sich das ZfL in Projekten, Arbeitsbereichen und öffentlichen Veranstaltungen aktiv auseinandersetzt. Dabei ist es Ziel des ZfL, stets Zukunftsperspektiven zu eröffnen.

Inklusion

Inklusion ist eines der bestimmenden Themen in und um Schule. SchülerInnen mit diagnostiziertem sonderpädagogischen Förderbedarf lernen heute gemeinsam mit anderen Kindern, sowohl an den Grundschulen als auch an weiterführenden Schulen. Das erfordert neue Unterrichtsmethoden. Nach wie vor wird aber vorwiegend über eine Form von Heterogenität diskutiert: die sogenannte Behinderung. Das ZfL verfolgt ein Inklusionskonzept, das weit über die Integration von SchülerInnen mit sonderpädagogischem Förderbedarf in das Allgemeinbildende Schulsystem hinausgeht. Dieses Konzept versteht Inklusion im Rahmen einer umfassend gedachten gesellschaftlichen Heterogenität, Vielfalt und Diversität.

Diversity

SchülerInnen, aber auch Lehrkräfte, haben unterschiedliche Biografien, andere Bedürfnisse und individuelle Wünsche. Diese Vielfalt trägt zu einer Bereicherung in der Schule und damit auch zu einer Bereicherung in der Gesellschaft bei. Ansätze, die Unterschiedlichkeit als defizitär auffassen, übersehen, dass Veränderung und Vielfalt unverzichtbar sind, damit sich eine Gesellschaft weiterentwickeln kann. So wird versucht, Sprachdefizite zugewanderter Kinder und Jugendlicher auszugleichen, während andererseits das Erlernen von Fremdsprachen erklärtes Ziel des Bildungssystems ist.

Diversität bietet aber vor allem Chancen: Die Mehrsprachigkeit etwa von SchülerInnen ist eine wichtige Ressource, um den Unterricht zu bereichern und neue Konzepte zu entwickeln.

Bildungsteilhabe und Chancengerechtigkeit

SchülerInnen wie Studierende gleichermaßen an Bildung teilhaben zu lassen, ist eines der drängenden sozialen Themen der Gegenwart. Nach wie vor entscheidet der sozioökonomische Hintergrund über den Bildungserfolg. Die Gründe für Bildungsbenachteiligung sind vielfältig: Migrationshintergrund, Geschlecht oder soziales Milieu können über Bildungskarrieren entscheiden. Das ZfL stößt die öffentliche Diskussion um Bildungsgerechtigkeit mit an und wirkt aktiv an Konzepten, um allen SchülerInnen den Zugang zu Bildung gleichermaßen zu eröffnen. Dazu zählt, dass bereits Lehramtsstudierende darauf vorbereitet werden, Bildungsbenachteiligung zu erkennen und damit an Schule adäquat umzugehen.

Internationalisierung

"Think global – act local" – Internationalisierung der LehrerInnenbildung bedeutet weit mehr als die notwendigen Strukturen an Beratung und Förderung für Auslandspraktika und internationale Mobilität zu schaffen. Auch bereits vorhandene, lokale Ressourcen können gewinnbringend eingesetzt werden.

Internationalisierung ermutigt und bestärkt Lehramtsstudierende, mit kulturell und sozial vielfältigen Klassen und Lerngruppen sicher und pädagogisch erfolgreich umzugehen. Didaktik und Bildungswissenschaften an den Hochschulen profitieren von einer international ausgerichteten Theorie-Praxis-Verzahnung. Sie inspiriert dazu, Antworten auf Herausforderungen zu finden, vor denen das deutsche Bildungssystem und die schulische Praxis stehen.

Innovative, internationale Ideen und Perspektiven können Schulen und Lehrkräfte in der Entwicklung ihrer interkulturellen Handlungskompetenz fördern. Auslandserfahrungen ermutigen dazu, sich verstärkt als globale AkteurInnen zu verstehen.

Digitalisierung

Kaum eine Innovation hat die Gesellschaft so tiefgreifend verändert wie die Digitalisierung. Dabei ist es Aufgabe von Schulen, SchülerInnen auf eine Zukunft vorzubereiten, in der völlig neue Jobs und Arbeitsweisen und ein anderes Zusammenleben die Regel sein werden. Das erfordert neue didaktische Konzepte, die bereits im Lehramtsstudium verankert werden müssen.

Um an der sich immer stärker herausbildenden Wissensgesellschaft aktiv teilhaben zu können, müssen SchülerInnen den sicheren Umgang mit digitalen Medien beherrschen. Anders als in vielen anderen Berufen werden digitale Medien in der Schule jedoch nicht selbstverständlich genutzt. Das ZfL unterstützt daher Möglichkeiten, bereits im Studium, wie auch später in der Schule, mediendidaktische Kompetenzen aufzubauen und zu vertiefen.

Lehramtsstudierende und berufserfahrene Lehrkräfte erfahren, wie sie digitale Lernangebote in den Unterricht einbeziehen und SchülerInnen einen kompetenten und kritischen Umgang mit Medien vermitteln. Lehramtsstudierende erfahren in den Praxisphasen, welche Möglichkeiten ihnen neue Medien bieten.

Unsere Aufgaben und Angebote

Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln bietet den an der Lehramtsausbildung beteiligten AkteurInnen ein breites Angebotsspektrum:

  • SchülerInnen werden motiviert sich mit dem Lehrberuf auseinanderzusetzen.
  • Studierende werden in allen Phasen ihres Studiums begleitet und beraten, durch spezielle Seminarangebote, Praktika, E-Portfolios und durch eine persönliche Beratung.
  • NachwuchswissenschaftlerInnen werden in der Graduiertenschule für LehrerInnenbildung bei ihrer Promotion begleitet und in ihrer Wissenschaftskarriere unterstützt.
  • VertreterInnen aus den Fakultäten, Fachbereichen und der Verwaltung der Universität zu Köln haben mit dem ZfL einen aktiven Partner, mit dem sie gemeinsam das Lehramtsstudium sowie zukunftsweisende Projekte zu Inklusion, Internationalisierung und Diversity gestalten.
  • Lehrkräfte profitieren von den Weiterbildungsmöglichkeiten, gemeinsamen Projekten an den Schulen und dem Austausch über ein großes Netzwerk des ZfL.
  • An Lehre und Forschung beteiligte Institutionen haben mit dem ZfL einen starken Kooperationspartner und pflegen den aktiven, internationalen Austausch zu fortschrittsstiftenden Themen rund um Schule und Bildung.