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Dreimol Null es Null es Null, jede Jeck kütt an dr Schull!

Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln macht am 11. Februar 2018 bei den Schull- und Veedelszöch auf den Lehrkräftemangel aufmerksam.

vergrößern: Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln macht am 11. Februar 2018 bei den Schull- und Veedelszöch auf Lehrermangel aufmerksam.

2015 ging die Kultusministerkonferenz in ihrer Lehrerbedarfsprognose noch von sinkenden SchülerInnenzahlen aus, nun fehlen die Lehrkräfte. Einer im Januar veröffentlichten Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zufolge werde sich die bereits jetzt spürbare Personalnot an den Grundschulen in den kommenden Jahren weiter zuspitzen. Bis 2025 sollen dann bundesweit 35.000 Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer fehlen. Rund 105.000 Grundschullehrkräfte müssten bis 2025 neu eingestellt werden, um ausscheidende Lehrkräfte zu ersetzen und steigende SchülerInnenzahlen aufzufangen. Erst ab 2026 werde sich die Lage wieder entspannen.

In einer früheren Studie von 2017 hatte die Bertelsmann Stiftung auch darauf hingewiesen, dass an den weiterführenden Schulen bis zum Jahr 2030 27.000 zusätzliche Stellen geschaffen werden müssten. Damals ging die Stiftung von 8,3 Millionen SchülerInnen im Jahr 2025 aus. 2013 rechnete die Kultusministerkonferenz in einer Prognose noch mit einem Absinken der SchülerInnenzahlen auf 7,2 Millionen.

Die Zahlen zum prognostizierten Lehrkräftemangel nimmt das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln zum Anlass, um beim diesjährigen Schull- und Veedelszöch am 11. Februar, die vielfältigen Sofortmaßnahmen zur Gewinnung von Lehrkräften unter dem Motto "Dreimol Null es Null es Null, jede Jeck kütt an dr Schull!" auf die Schüppe zu nehmen. Damit verweist das ZfL vor allem auf die Tatsache, dass NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer verstärkt auf die Gewinnung von Seiteneinsteigern für den Lehramtsberuf setzt.

Zu den Sofortmaßnahmen Gebauers zählt auch das Angebot an 2400 LehrerInnen in NRW, die eine Lehrbefähigung für das Gymnasium bzw. die Gesamtschule aber noch keinen Job haben, zu Beginn ihres Berufslebens an einer Grundschule zu unterrichten. Im Gegenzug sollen die Lehrkräfte direkt im Anschluss ein Dauerbeschäftigungsverhältnis an einer weiterführenden Schule erhalten. Gebauer möchte außerdem mehr Seiteneinsteiger für den Lehramtsberuf gewinnen.