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07.11.2018

Kölner Schulen erhalten Preis für Toleranz

Die Universität zu Köln und Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnen am 16. November drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz aus. Zum 21. Mal werden auch die Toleranzringe an drei führende Persönlichkeiten verliehen, darunter Esther Bejarano. Die Verleihung beider Preise findet im Wallraf-Richartz-Museum (Stiftersaal) statt.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste und die Universität zu Köln zeichnen am 16. November zum zweiten Mal drei Kölner Schulen mit einem Preis für Toleranz und einem Preisgeld von 2000 Euro aus. Die Preisverleihung findet im Rahmen der jährlichen Verleihung der Toleranzringe statt, mit denen die Europäische Akademie führende Persönlichkeiten, die sich für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus einsetzen, würdigt. Mit dem Preis der Toleranzringe wird in diesem Jahr erstmals auch eine Wissenschaftlerin der Universität zu Köln geehrt.

Drei Schulen aus dem Raum Köln – die Gesamtschule Holweide, das Stadtgymnasium Köln-Porz und das Alfred-Müller-Armark-Berufskolleg – werden am 16. November im Stiftersaal des Wallraf Richartz-Museums für ihre Verdienste um ein besonders tolerantes Miteinander mit dem Preis "Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz" ausgezeichnet. Die Schulen wurden aus 17 Nominierungen, die von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln eingereicht wurden, von einem Fachgremium der Universität sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Dem Kuratorium gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Lale Akgün und Bettina Böttinger an.

Das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität (ZfL) verantwortet die Umsetzung der Nominierung und Verleihung des Schulpreises."Ein Preis für Toleranz an Schulen ist aktuell geforderter denn je", so ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. "Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun."

Mit den Toleranzringen werden in diesem Jahr Prof. Dr. Katajun Amirpur, Islamwissenschaftlerin der Universität zu Köln und freie Journalistin, die Schweizer Politikerin Doris Leuthard (Christlichdemokratische Volkspartei) und die Holocaust-Überlebende Esther Bejarano, ausgezeichnet. Bejarano hatte die Rapper Farid Bang und Kollegah bei der Echo-Preisverleihung im April öffentlich für ihre antisemitischen Texte kritisiert.

"Toleranz ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine historisch gewachsene Notwendigkeit", betont Prof. Dr. Felix Unger, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. "Mit der nun seit 21 Jahren bestehenden Auszeichnung wollen wir zu einer Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und zur Förderung eines toleranten und friedlichen Miteinanders der Menschen und Kulturen beitragen."
"Preise für Toleranz haben im Angesicht einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der wir einmal mehr Nein sagen müssen zu Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, zu Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit, eine besondere Relevanz", so Prof. Dr. Axel Freimuth, Rektor der Universität zu Köln.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit dem Toleranzpreis aus. Der Preis wurde unter anderem an Kardinal Karl Lehmann, Hans-Dietrich Genscher und an den Dirigenten Daniel Barenboim verliehen. Der Schulpreis "Toleranz macht Schule" wurde 2017 zum ersten Mal an drei Kölner Schulen verliehen. Die diesjährige Preisverleihung wird vom Verein "Wir helfen" des Kölner Stadt-Anzeiger, der Deutschen Bank AG sowie der Deutschen Welle als Medienpartner unterstützt. Sie wird moderiert von Joachim Frank, Chefkorrespondent DuMont/Kölner Stadt-Anzeiger.

Termin

Verleihung der Toleranzringe und des Schulpreises
"Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz"
16. November, 16.00 Uhr im Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums,
Obenmarspforten 40
50667 Köln

Fototermin Presse

16. November, 15.50 Uhr, Stiftersaal des Wallraf-Richartz-Museums

Festrede

Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW