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Toleranz-Preis zum dritten Mal verliehen

Die Universität zu Köln und die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichneten am 15. November 2019 drei Kölner Schulen mit dem Preis "Toleranz macht Schule" aus. In Videos stellen sich die Schulen vor.

vergrößern: PreisträgerInnen der Preise Toleranz macht Schule und der Toleranzringe vor dem Hauptgebäude der Uni Köln
Universitätsrektor Professor Freimuth, Kölns Oberbürgermeisterin Reker, Akademiepräsident Professor Unger mit VertreterInnen der ausgezeichneten Schulen und den TrägerInnen der Toleranzringe, sowie VertreterInnen der Europäischen Akademie und des ZfL.

Die Grundschule Schule IM Süden, das Berufskolleg Südstadt und die Max-Ernst-Gesamtschule sind die Preisträgerinnen des Schulpreises 2019. Sie wurden für ihre Verdienste um ein besonderes tolerantes Miteinander ausgezeichnet.

Ein Fachgremium der Universität und das Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste wählten die Schulen aus 19 Nominierungen aus. Lehramtsstudierende der Uni Köln, die eine Praxisphase an einer der Schulen absolviert hatten, nominierten die Schulen. In einer Umfrage berichteten sie dafür von ihren Erfahrungen und Eindrücken.

Die Schulen stellen sich vor

Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln, das die Umsetzung der Nominierung und der Verleihung des Preises verantwortet, hat die ausgezeichneten Schulen besucht. In Videos stellen sich diese und ihr Engagement vor.

Ein Tag für Toleranz

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Im Vorfeld der Preisverleihung veranstaltete das ZfL ein Forum zu Antisemitismus und Toleranz in der Schule. Auf diesem wurde der wissenschaftliche und gesellschaftliche Austausch über eine rassismuskritische Bildungsarbeit gestärkt und Schulen fachlich unterstützt. "Tolerantes Verhalten ist in unserer Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich. Dagegen müssen wir etwas tun", sagte ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler. Die TeilnehmerInnen lernten auf dem Forum unter anderem Maßnahmen und Angebote kennen, auf die sie im Alltag zurückgreifen können, um Intoleranz entgegen zu treten und sich gegen Diskriminierungen zu wehren.

Toleranzringe verliehen

Die Verleihung der Schulpreise fand im Rahmen der Verleihung der Toleranzringe durch die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste statt. Geehrt wurden in diesem Jahr der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Jan Assmann und die Kulturwissenschaftlerin Prof. Dr. Aleida Assmann, der Soziologe Prof. Dr. Mouhanad Khorchide und der Journalist und Autor Richard Chaim Schneider für ihren Einsatz für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus.

Dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe gehören unter anderem die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, Prof. Dr. Christiane Woopen, Vorsitzende des Europäischen Ethikrates, Louwrens Langevort, Intendant der Kölner Philharmonie, Peter Wollseifer, Präsident der Handwerkskammer zu Köln, Dr. Lale Akgün und Bettina Böttinger an.

Die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste zeichnet seit 1997 jährlich Persönlichkeiten mit den Toleranzringen aus. Der Schulpreis wurde 2017 zum ersten Mal verliehen. Die diesjährige Preisverleihung wurde vom Verein "Wir helfen" des Kölner Stadt-Anzeiger und der Deutschen Bank AG unterstützt und fand anlässlich des hundertjährigen Bestehens der Universität zu Köln in der Aula der Uni statt.