zum Inhalt springen
03.05.2022

Antisemitismus an Schulen vorbeugen

Die Kooperation zwischen der Universität zu Köln und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll die Holocaust-Education im Kölner Lehramt stärken. Lehramtsstudierenden ermöglicht sie nun einen Studienaufenthalt vor Ort.

Die Universität zu Köln und die Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wollen angehende Lehrerinnen und Lehrer mehr für eine zeitgemäße Bildung über die Shoah und für das Thema Antisemitismus an Schulen sensibilisieren und ermöglichen Lehramtsstudierenden nun einen Studienaufenthalt vor Ort. Gefördert wird dieser im Rahmen der Cologne Summer School der Universität mit Mitteln des International Office. Umgesetzt und begleitet wird die Studienreise vom Zentrum für Lehrer*innenbildung der Universität.

Hochschule und Gedenkstätte unterzeichneten bereits im November 2020 einen Kooperationsvertrag, der den Austausch fördern und das Gedenken an den Holocaust aufrechterhalten soll. Die Universität zu Köln ist damit eine von drei deutschen Hochschulen, die eine Kooperation mit Yad Vashem unterhält.

Ziel der Zusammenarbeit und des Studienaufenthalts ist es, Lehramtsstudierenden unterschiedliche Formate und pädagogische Konzepte zur Arbeit gegen Antisemitismus an die Hand zu geben. Der Aufenthalt ermöglicht Studierenden, sich mit historischem und gegenwärtigem Antisemitismus auseinanderzusetzen und dabei auch jüdische Sichtweisen zu berücksichtigen.

Der Studienaufenthalt ist Teil des Projektes "Erinnern um zu verändern", an dem Studierende im Rahmen ihres Berufsfeldpraktikums teilnehmen können. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema ist bereits seit 2021 in dem Onlinekurs "Digital gegen Antisemitismus" des Zentrums für Lehrer*innenbildung in Zusammenarbeit mit "school is open" und mit Unterstützung der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit e.V. möglich.

Die Kooperation zwischen der Universität zu Köln und Yad Vashem wurde durch das Projekt "School ist open" der Universität initiiert. Das Abkommen soll die Holocaust-Education durch Aktivitäten für angehende Lehrerinnen und Lehrer in Yad Vashem und an der Universität stärken. Neben Studierenden profitieren auch weitere Mitglieder der Universität von Yad Vashems Expertise: Sowohl Lehrende als auch Mitglieder der Hochschulleitung können an Holocaust-Bildungsseminaren in Yad Vashem teilnehmen.

Nicht zuletzt werden die Partner Informationen über aktuelle antisemitische Vorfälle in Deutschland austauschen. In den vergangenen Jahren ist es auch an Schulen immer wieder zu Übergriffen gegen jüdische Schülerinnen und Schüler gekommen. Lehrerinnen und Lehrer besser für dieses Thema zu sensibilisieren, ist daher dringend erforderlich.

 

Pressekontakt:
Merle Hettesheimer
Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimerSpamProtectionuni-koeln.de