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16-jährige Leen für Kika-Award nominiert

Schülerin hielt ihre Fluchterfahrung in einem Buch fest

Die 16-jährige Leen al Scheickh hat ein Buch über ihre Fluchterfahrung geschrieben. Unterstützt wurde sie dabei von ihrer Mentorin im Förderprojekt "WEICHENSTELLUNG Ausbildung und Beruf" der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Das Förderprojekt wird vom Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu  Köln konzipiert und umgesetzt.

Vor neun Jahren kam die 16-Jährige Leen al Scheickh mit ihren Eltern und ihrem Zwillingsbruder aus Damaskus nach Deutschland. Nun hat Leen ihre Geschichte in einem Buch festgehalten. Die Schülerin wurde dafür mit dem Kika-Award des Kinder- und Jugendsenders Kika nominiert, der heute um 19:30 Uhr in Dortmund verliehen wird. Leen ist nominiert für die Kategorie "Kika make a change award", eine der insgesamt fünf Preiskategorien, die in der Live-TV-Show in der Warsteiner Music Hall  von prominenten Paten an die Gewinner übergeben werden.

Leens Familie floh vor den Bürgerkriegswirren in Syrien, nachdem sie im Keller ihres Wohnhauses fünf Tage lang Bombenangriffe erlebten und ihr Haus durch einen Granatentreffer verloren. Sie hielt ihre Erinnerungen auf Papier fest. Unterstützt beim Schreiben wurde sie von ihrer Mentorin Anna, Lehramtsstudentin an der Universität zu Köln. Leen nimmt teil an dem Förderprojekt "WEICHENSTELLUNG Ausbildung und Beruf". Das Projekt wurde von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius initiiert und wird in Köln vom Zentrum für LehrerInnenbildung seit Herbst 2019 konzipiert und umgesetzt. Die Jugendlichen werden von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln und Studierenden der Sozialen Arbeit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen beim  Start in eine Ausbildung oder den Wechsel in die gymnasiale Oberstufe bzw. zu einem Berufskolleg unterstützt, nachdem sie zuvor eine Vorbereitungsklasse besucht haben. Die Studierenden arbeiten im Team und schauen aus ihrem jeweiligen Blickwinkel, also aus der Lern- und aus der sozialen Perspektive, auf die individuelle Situation der Jugendlichen. Die Lehramtsstudierenden nehmen an dem Projekt im Rahmen ihrer Praxisphasen teil, die Teil ihres Bachelorstudiums sind.

Leens Familie saß jahrelang in einem libanesischen Flüchtlingslager fest; zur Schule geht sie erst wieder, seit sie in Deutschland ist. Das Buch mit dem Titel "Alles sein – der schwierige Weg in die Freiheit" wurde vertont und ist auf der Seite von Weichenstellung zu hören. Einen Verlag für ihr Buch sucht Leen noch. Und ein zweites Buch ist schon in Arbeit.

Weitere Informationen:

Vertontes Buch "Alles sein – der schwierige Weg in die Freiheit" (Leen al Scheickh): https://weichenstellung.info/news-&-stories/44

Infos zum Projekt "WEICHENSTELLUNG Ausbildung und Beruf": https://zfl.uni-koeln.de/projekte/weichenstellung/ausbildung-und-beruf

Pressekontakt:

Universität zu Köln / Zentrum für LehrerInnenbildung
Merle Hettesheimer
Leitung Kommunikation und Events
Tel. +49 221 470 5687
E-Mail: m.hettesheimer(at)uni-koeln.de