skip to content

Von 2011 bis heute

Die Höhepunkte

11 Jahre ZfL Köln und neue Lehrer*innenbildung

16. Dezember 2011

Das ZfL öffnet seine Türen

Offiziell eröffnet wird das Zentrum für LehrerInnenbildung mit einer Pressekonferenz im Dezember 2011, seinem Start geht jedoch eine längere Vorbereitungsphase voraus. Sie beginnt 2009 mit der Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen in den Lehramtsstudiengängen, die in NRW vor allem zum Ziel hatte, den Berufsbezug im Studium zu stärken. Die Kommission für Studium und Lehre an der Universität zu Köln beauftragte eine Arbeitsgruppe mit der Entwicklung eines Kölner Modells zur Lehrer*innenbildung. Der Auftrag zum Aufbau eines Zentrums für LehrerInnenbildung folgt dann im Mai 2010, zunächst mit der Einrichtung der Aufgabenbereiche Studienberatung, Prüfungsamt und Praxisphasen. Seit Oktober 2011 hat das ZfL seinen heutigen Standort in der Immermannstraße 49.

Ab 2011

Die Lehramtsstudiengänge werden akkreditiert

2011 werden an der Universität zu Köln alle Lehramtsstudiengänge mit den neuen Bachelor- und Masterabschlüssen erstmalig akkreditiert. Im Hochschulbereich dienen Akkreditierungen der Qualitätssicherung von Studiengängen. Ohne eine Akkreditierung dürfen Bachelor- und Masterstudiengänge in NRW nicht angeboten werden. In den Prozess sind neben Fachleuten auch Studierende und Vertreter*innen der Berufspraxis eingebunden, was eine wichtige Erweiterung der Perspektiven ermöglicht. Nach der Erstakkreditierung folgt 2013 eine Modellakkreditierung, die mit ihren Vorgaben dafür sorgt, dass Studienstrukturen und Prüfungsordnungen harmonisiert werden. Dies ist insbesondere für die Verbund- und Lehramtsstudiengänge von Vorteil. Aktuell befindet sich die Universität zu Köln im Prozess der Systemakkreditierung, die nun als nächster logischer Schritt auf die Modellakkreditierung aufbaut. Der dafür notwendige Nachweis einer umfassenden hochschulinternen Qualitätssicherung ermöglicht der Hochschule mehr Autonomie bei der Weiterentwicklung von Studiengängen.

Oktober 2012

Startschuss für die Ausbildungsregion Köln

2012 entsteht die Ausbildungsregion Köln. Ihr gehören die lehrer*innenbildenden Hochschulen – Universität zu Köln, Deutsche Sporthochschule Köln und Hochschule für Musik und Tanz Köln – die Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) in Köln, Leverkusen, Siegburg, Engelskirchen und Jülich sowie rund 800 Schulen an. Beim Kick-Off der Ausbildungsregion wurden 20 Fach-/Fächerverbünde gegründet, in denen Vertreter*innen aus allen beteiligten Institutionen (Hochschule, Schule und ZfsL) intensiv an der Konzipierung und Implementierung des Praxissemesters zusammenarbeiten. Gemeinsam arbeiten die beteiligten Akteur*innen seither daran, die Qualität der Lehrer*innenbildung und der Praxisphasen im Studium weiterzuentwickeln und an zukunftsgerichteten Bildungsthemen zu orientieren.

2014

Mit Praxisprojekten zu mehr Bildungsgerechtigkeit

Das Zentrum für LehrerInnenbildung unterstützt bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche mit eigenen Förderprojekten, an denen Studierende im Rahmen ihrer Praxisphasen mitwirken. 2014 startet das Sprachförderprojekt PROMPT!, bei dem Kölner Lehramtsstudierende mit geflüchteten und neu zugewanderten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeiten – erst in der Notunterkunft, dann in der Schule. Seit 2016 setzt das ZfL das Projekt WEICHENSTELLUNG für Viertklässler der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius am Standort Köln um. Es unterstützt Kinder beim Übergang auf eine weiterführende Schule. Mit dem Aufkommen der Corona-Pandemie wird 2020 das Projekt KommMit ins Leben gerufen, das sich der durch Schulschließung, Home-Schooling und Wechselunterricht entstandenen Probleme bildungsbenachteiligter Schüler*innen annimmt. Bisher haben sich knapp 1000 Studierende in den Projekten engagiert, weit mehr Kinder und Jugendliche konnten von ihnen profitieren.

Februar 2015

Das Praxissemester wird Teil des Studiums

Im Februar 2015 starten die ersten Studierenden ins Praxissemester – dem zentralen neuen Baustein im Master of Education. Das Praxissemester ist mit fünf Monaten die längste Praxisphase, die Lehramtsstudierende im Studium absolvieren. Mit den Praxisphasen sollen Studierende bereits vor dem Vorbereitungsdienst praktische Schulerfahrung sammeln.
Für die Einführung des Praxissemesters in NRW sind erstmals die Akteur*innen aller drei Lernorte – Hochschulen, Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) und Schule – systematisch miteinander in Kontakt getreten. Die Zusammenarbeit wird organisatorisch durch das Zentrum für LehrerInnenbildung begleitet. Im Rahmen dieser institutionsübergreifenden Kooperation ergeben sich zahlreiche Synergieeffekte, von denen alle Akteur*innen profitieren: Mit dem seit 2015 jährlich stattfindenden Forum der Ausbildungsbeauftragten (ab 2022: "Forum Praxisphasen") und dem im Jahr 2018 etablierten fakultätsübergreifenden Präsentationstag der Studienprojekte werden erfolgreiche Formate geschaffen, die den Austausch zwischen den Lernorten und die gemeinsame Arbeit an zentralen inhaltlichen Aspekten wie Forschendes Lernen und Eignungsreflexion des Praxissemesters fördern.

Juli 2015

Graduiertenschule für LehrerInnenbildung fördert Promotionen mit Lehramtsbezug

2015 wird die Graduiertenschule für LehrerInnenbildung (GSLB) aufgebaut. Sie geht aus der Kölner Graduiertenschule Fachdidaktik hervor. Ziel der Graduiertenschule ist es, den Anteil der Promotionen zu fachdidaktischen, bildungswissenschaftlichen und sonderpädagogischen Themen zu erhöhen, den Austausch von Wissenschaftler*innen und Doktorand*innen zu fördern und mehr qualifizierte Promotionen im Lehramt zu ermöglichen. Die Graduiertenschule arbeitet überfakultär für die lehrer*innenbildenden Fakultäten der Universität zu Köln, was die Umsetzung interdisziplinärer Projekte erleichtert. Promovierenden bietet die Graduiertenschule für LehrerInnenbildung durch Workshops, Tagungen und individuelle Beratungen eine bedarfsorientierte und effiziente Betreuung während des gesamten Forschungsprozesses.

April 2016

Erste Studierende schließen Master of Education ab

Im April 2016 überreicht die Vorsitzende des Gemeinsamen Prüfungsausschusses den ersten beiden Absolventinnen das Masterzeugnis. Seitdem hat das Gemeinsame Prüfungsamt am ZfL über 6500 angehenden Lehrer*innen das Masterzeugnis für den anschließenden Start in den Vorbereitungsdienst ausgestellt. Doch die Arbeit des Gemeinsamen Prüfungsamts umfasst weit mehr als nur die Verwaltung von Abschlussdokumenten: In enger Zusammenarbeit mit dem Beratungszentrum im ZfL dient es seit seiner Einrichtung 2011 als zentrale Anlaufstelle für alle lehramtsübergreifenden prüfungsrechtlichen Themen. Jedes Jahr bearbeitet es Zehntausende von Anliegen – von A wie Anerkennung bis Z wie Zulassung zum Master of Education. Dabei ist die Digitalisierung der Services für alle Nutzer*innen stets im Fokus: Sie ermöglicht die Vereinfachung komplexer Arbeitsabläufe, beispielsweise rund um die Abgabe von Abschlussarbeiten, und hilft bei nahtlosen Übergängen, zum Beispiel im Rahmen der Übermittlung von Abschlussdaten für den Vorbereitungsdienst.

2017

Lehramt wird internationaler

Um allen Lehramtsstudierenden Anreize für mehr Mobilität zu geben und das Lehramtsstudium insgesamt internationaler auszurichten, wirken an der Universität zu Köln das International Office, die Zentren für Internationale Beziehungen der Fakultäten und das Zentrum für LehrerInnenbildung zusammen. 2017 gründet das ZfL die AG Internationalisierung. Sie initiiert gemeinsam mit der Abteilung 93/Internationale Mobilität des International Office das Projekt "internships@schoolsabroad", das Lehramtsstudierenden ein Auslandpraktikum an einer der mittlerweile 90 Partnerschulen weltweit ermöglicht. Außerdem realisiert sie das durch den DAAD geförderte UNITE Cologne Projekt mit neun Partnerhochschulen weltweit.

2018

Schulnetzwerk verbessert Austausch mit Schulen

Um die Zusammenarbeit mit den Schulen der Ausbildungsregion Köln über die Praxisphasen hinaus zu fördern, wird 2018 das Schulnetzwerk im ZfL der Universität zu Köln gegründet. Als agiles Netzwerk fördert es den Austausch zwischen Universität, Schulen, ZfsL und weiteren Bildungseinrichtungen mit Veranstaltungen, praxisnahen Fortbildungen und Projekten. Das Schulnetzwerk ist Teil der Qualitätsoffensive Lehrer*innenbildung der "Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung (ZuS)" an der Universität zu Köln, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Die Offensive unterstützt Reformen, die die Qualität der Lehramtsausbildung an den Hochschulen verbessern.

2020

Digitalschub im Corona Jahr

Im März 2020 schließt NRW seine Schulen. Das trifft nicht nur die Schüler*innen und Lehrkräfte, sondern auch die Lehramtsstudierenden, die eine Praxisphase an einer Schule absolvieren. Die AG Digitale Lehre des Zentrums für LehrerInnenbildung entwickelt schnell eine digitale Alternative: Studierende können am Onlinekurs "Praxissemester digital", einem offenen Bildungsangebot, teilnehmen. Dort können sie Lernmaterialien selbst gestalten und digitale Unterrichtssequenzen für ihre Praxissemesterschule aufsetzen. Dem Bedarf vieler Lehrkräfte an digitalen Fortbildungen begegnet das ZfL mit einem Fortbildungsangebot zum "eTeaching Expert". Über 600 (angehende) Lehrkräfte nehmen das Angebot des Schulnetzwerks – auch in seiner Kurzfassung als "eTeaching Shorty" – bis heute an.
Das ZfL ist Gründungsmitglied des Universitätsverbunds "digiLL", einer gemeinsamen Initiative von lehrer*innenbildenden Standorten in Deutschland, die Lernangebote für die digitalisierungsbezogene Lehrkräftebildung miteinander vernetzt.

2022

Kooperationsvertrag für Universitäre Praxisschule

Am 13. Mai 2022 unterzeichnen die Stadt Köln, die Bezirksregierung und die Universität zu Köln den Kooperationsvertrag zur Heliosschule - Inklusive Universitätsschule der Stadt Köln (IUS). Die IUS ist eine Praxisschule und eng in die Ausbildung der Lehramtsstudierenden und in die pädagogische Forschung der Universität zu Köln eingebunden. Studierende können ihre Praxisphasen im Bachelor- und Masterstudium an der IUS absolvieren. Unter Federführung des wissenschaftlichen Leiters der IUS entwickelt eine institutionsübergreifende Arbeitsgruppe (Fakultäten, ZfL, Schule und ZfsL) ein innovatives Ausbildungskonzept mit besonderem Fokus auf die Praxisphasen im Lehramtsstudium. Einzigartig an der IUS ist, dass Schüler*innen unabhängig von Klassenverbänden selbstständig und nach eigenem Lerntempo lernen. Damit wird ein klassenübergreifendes Lernen für Kinder und Jugendliche möglich gemacht. Um das pädagogische Konzept mit seinen offenen Lernlandschaften räumlich umzusetzen, entsteht auf dem Helios-Gelände in Ehrendfeld ein Neubau, den die Schule voraussichtlich 2024 beziehen kann.