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Stifterpreis Bildung & Integration

Die Preisträger*innen 2021

Bachelor

Leon Wörmann, Universität zu Köln / Philosphische Fakultät (Prof.' Dr.' Sabine Damir-Geilsdorf): Kopftuch, Terror, Migration: Eine Qualitative Inhaltsanalyse der Darstellung des Islam in deutschen Schulbüchern.

Leon Wörmann hat zwischen 2017 und 2020 Erziehungswissenschaft und Islamwissenschaft an der Universität zu Köln im Bachelor studiert. Aktuell studiert er Sozialwissenschaften im Erweiterungsbachelor an der Bergischen Universität Wuppertal. Seit 2019 ist er am Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache der Universität zu Köln in der Forschungsgruppe "Mehrsprachige Lerngruppen" zunächst als studentische, inzwischen als wissenschaftliche Hilfskraft tätig. Zusätzlich arbeitet er seit 2020 als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Bildungsforschung der Bergischen Universität Wuppertal. Über seine Arbeit am Mercator-Institut ist er an die Thematik seiner Bachelorarbeit gekommen, in der er mittels einer Qualitativen Inhaltsanalyse 22 aktuelle Lehrwerke auf ihre Darstellung von Islam und Menschen muslimischen Glaubens untersucht hat. Die Analyse, die eine thematische und methodische Verknüpfung seiner Studienfächer und beruflichen Tätigkeit darstellt, ergibt, dass die zumeist nicht differenzierenden und essenzialisierenden Islamdarstellungen der untersuchten Schulbücher hauptsächlich um die Themen Terror, Kopftuch und Migration kreisen und so unterschwellig eine Dichotomie zwischen Muslim*innen und Nicht-Muslim*innen konstruieren und die bereits in vorangegangenen Studien festgestellte Didaktik des "Wir vs. Nicht-Wir" fortsetzen.

Master

Seraphina Saraswati Auerbach, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Hans-Joachim Roth): Achtsamkeit als emotionale Kompetenz? Ein Praxisprojekt und seine Evaluation an einer Gemeinschaftshauptschule

Seraphina Saraswati Auerbach schloss 2017 den Bachelor-Studiengang Sozialarbeit/Sozialpädagogik an der Hochschule Düsseldorf mit den Schwerpunkten Exklusion – Inklusion – Diversity und Zivilgesellschaft ab und beschäftigte sich auf verschiedenen Ebenen mit inklusions-/bildungs- und migrationsspezifischen Fragestellungen, dem Abbau sozialer Ungleichheiten sowie der Schaffung diskriminierungsfreier Räume im Bildungskontext. Daran anschließend folgte der Master-Studiengang Interkulturelle Kommunikation und Bildung mit den Schwerpunkten Deutsch als Zweitsprache, Mehrsprachigkeit und Transkulturalität an der Universität zu Köln.
Im Rahmen der Multiplikator*innen Weiterbildung GAMMA (Gesundheit, Achtsamkeit und Mitgefühl im menschenbezogenen Arbeiten) an der medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen setzte sie sich u.a. mit den Themen der Selbstfürsorge und der Sorge für andere auseinander. Im Bereich der Menschenrechtsarbeit engagiert sie sich im Arbeitskreis "Menschenrechtsbildung", der mit den Leitlinien der Reckahner Reflexionen einen gesellschaftlichen Beitrag im Bereich der Ethik pädagogischer Beziehungen leistet. In ihrer Masterarbeit entwickelte und evaluierte Seraphina Saraswati Auerbach ein auf Achtsamkeit basierendes Praxisprojekt für Schüler*innen einer Gemeinschaftshauptschule, das sich mit Achtsamkeit als emotionale Kompetenz – insbesondere dem Selbstmitgefühl und der Empathie – auseinandersetzt. Die Arbeit zeigt, dass achtsamkeitsbasierende Übungen einen Einfluss auf die emotionalen Kompetenzen der Schüler*innen aufweisen. Im Rahmen des Index für Inklusion sowie einer Ethik pädagogischer Beziehungsarbeit bietet die Abschlussarbeit Möglichkeiten (Bildungs-)Benachteiligungen abzubauen und ein gesellschaftliches Miteinander zu fördern.

Promotion

Dr.' Nadine Seidel, Universität zu Köln / Institut für deutsche Sprache und Literatur II (Prof.' Dr.' Gabriele von Glasenapp): Adoleszenz, Geschlecht, Identität. Queere Konstruktionen in Romanen nach der Jahrtausendwende.

Dr.' Nadine Seidel ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität zu Köln und forscht im Bereich Literaturwissenschaft und -didaktik mit dem Schwerpunkt auf diversitätsorientierten Kinder- und Jugendmedien sowie deren Einsatz im Deutschunterricht. 2018 wurde sie zu dem Thema "Adoleszenz, Geschlecht, Identität. Queere Konstruktionen in Romanen nach der Jahrtausendwende" promoviert. Nach Abgabe ihrer literaturwissenschaftlichen Dissertation, die 2019 mit dem Offermann-Hergarten-Preis ausgezeichnet wurde, absolvierte sie das Referendariat an einer inklusiven Grundschule, was ihr die Möglichkeit bot, die in ihrer Dissertation gewonnenen Erkenntnisse in Hinblick auf Fragestellungen zu Inklusion und schulischer Diversitätsorientierung sowie Professionalisierungs- bzw. Sensibilisierungsstrategien für (angehende) Lehrer*innen auszubauen. Sie ist Gründungsmitglied der AG Diversitätsorientierte Deutschdidaktik im Symposium Deutschdidaktik und leitet Fortbildungen und Workshops zur Kompetenzerweiterung (angehender) Lehrkräfte sowie Kinder- und Jugendbuchautor*innen. Im April 2021 hat sie einen Ruf auf eine Juniorprofessur für Kinder- und Jugendliteratur und ihre Didaktik an die PH Ludwigsburg angenommen.