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Schulpreis "Toleranz macht Schule"

Schulen der Toleranz 2021

Die Schulen, die 2021 durch die Universität zu Köln und die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste mit dem Preis "Toleranz macht Schule – Schulen der Toleranz" ausgezeichnet wurden, stellen sich vor.

Rosenmaarschule

1981 öffnete sich die Rosenmaarschule als erste Schule für das Thema Inklusion. Heute ist sie Vorbild für den gemeinsamen Unterricht.
Die Rosenmaarschule ist eine offene Ganztagsschule, in der Kinder mit Förderbedarf gemeinsam mit anderen Kindern lernen. Bis zu sechs Schüler*innen mit Förderbedarf gibt es pro Schulklasse. Dass das gemeinsame Lernen und Arbeiten gut funktioniert, geht auf das spezielle Konzept der Schule zurück. Gearbeitet wird in weitgehend autonomen, multiprofessionellen Teams, in denen neben Grundschullehrkräften, Sonderpädagog*innen und Erzieher*innen auch Schulbegleiter*innen, Krankengymnast*innen, FSJler sowie Sprach- und Physiotherapeut*innen mitwirken.
An der Rosenmaarschule wird jedes Kind so angenommen wie es ist. Unterschiedlichkeit wird als Bereicherung und nicht als Hindernis gesehen. Alle Kinder lernen gemeinsam in einem barrierefreien Umfeld – unabhängig davon, welche Begabungen, Einschränkungen, Herkunft oder Erfahrungen sie mitbringen. Toleranz untereinander wird täglich gelebt.
Gut 400 Schüler*innen lernen an der Rosenmaarschule, etwa 65 Kinder haben einen Förderbedarf. Jedes Kind lernt mit eigenen Arbeitsplänen und individuellen Lernzielen. Die Kinder können Arbeitsgemeinschaften flexibel besuchen und in festgelegten Zeiten ihren Aufenthalt auf dem Schulgelände selbst bestimmen. Neben Kreativräumen und einer Fahrradwerkstatt hat die Schule ein großes Außengelände mit einem Eichenwäldchen und sogar Schafe und einen Schulhund.
Die Rosenmaarschule ist gut vernetzt. Sie kooperiert mit Kindergärten und weiterführenden Schulen und ist Mitglied im Schulverbund „Blick über den Zaun“. Mit der Gesamtschule Holweide hat sie seit vielen Jahren einen Kooperationsvertrag. Träger des Ganztags ist Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung. Als Kooperationspartner ist Netzwerk e.V. an 25 Standorten in Köln und Rösrath Träger des Ganztags in Grundschulen und weiterführenden Schulen.

Peter-Jordan-Schule

Die Peter-Jordan-Schule ist Anwalt und Wegbegleiter für Kinder, die im Regelschulsystem eine besondere Unterstützung brauchen. Hier wird jedes Kind so angenommen wie es ist. Respekt und ein toleranter Umgang miteinander sind dafür Voraussetzung. Die Lehrer*innen leben den Kindern dies vor und setzen klare Regeln und Strukturen auf, die auf Vertrauen und Verlässlichkeit sowie auf Zuwendung, einen liebevollen Umgang miteinander und eine gute Atmosphäre aufbauen.
Als Förderschule hat die Peter-Jordan-Schule das Prinzip der Inklusion in ihr Leitbild integriert. Sie fördert Kinder in den Förderschwerpunkten Lernen, emotionale und soziale Entwicklung und Sprache, und richtet sich dabei nach einem humanistischen Menschenbild aus. In ihre ganzheitliche Erziehungsarbeit sind auch die Eltern einbezogen. Lehrer*innen unterstützen sich gegenseitig in ihrer täglichen Arbeit.
Die Peter-Jordan-Schule verfügt über ein pädagogisches Stationsangebot, das sich am Trainingsraumkonzept orientiert und Schüler*innen auf dem Weg zu einem eigenverantwortlichen, respektvollen Denken und Handeln unterstützt. Seit 2011 arbeitet sie mit Schulbegleithunden. Teil des Konzepts ist auch eine Familienklasse, in der Unter-, Mittel- und Oberstufe gemeinsam unterrichtet werden.
Zur Kultur der Schule gehört eine große gegenseitige Hilfsbereitschaft, vom Pausenbrot spendieren und Schuhe flicken für die Kinder bis zum offenen Ohr und wertschätzenden Feedback für die Kolleg*innen. Die Kinder achten darauf, mit dem Schulinventar pfleglich umzugehen und sich auch mal bei den Reinigungskräften zu bedanken.
Mit einem Berufsvorbereitungskonzept werden die Schüler*innen auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet. Es soll ihnen helfen, möglichst reibungslos von der Schulbank in den Joballtag wechseln zu können.

OSK Offene Schule Köln

Die OSK Offene Schule Köln ist eine Schule für alle. Hier sind alle Kinder und Jugendlichen willkommen, egal, welche Begabungen, Fähigkeiten, Voraussetzungen oder Interessen sie mitbringen.
Die Schule wurde 2012 als inklusive Gesamtschule in freier, privater Trägerschaft gegründet. Sie ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule, an der alle Abschlüsse der Sekundarstufe I und II erworben werden können.
Die Leitidee der Inklusion ist fester Bestandteil der Offenen Schule Köln und ist auf allen Ebenen verankert. Schüler*innen lernen in altersgemischten Gruppen und werden dabei von einem multiprofessionellen Team, dem Gesamtschullehrkräfte, Sonderpädagog*innen und Therapeut*innen angehören, begleitet. Jede Klasse hat zwei Klassenleitungen, von der eine den Schwerpunkt Sonderpädagogik wahrnimmt.
Die Kinder und Jugendlichen lernen in einem Umfeld, in dem Vertrauen und Respekt die Lernatmosphäre bestimmen und soziale Stabilität und Eigenverantwortung gestärkt werden. Gegenseitige Hilfe wird dabei groß geschrieben. Jedes Kind kann nach seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten lernen und seine Potentiale entfalten. Die Offene Schule Köln orientiert sich an den Stärken jedes Einzelnen und entwickelt sie gezielt weiter, so dass jedes Kind den höchstmöglichen Schulabschluss erreichen kann.
Das Lernkonzept der Offenen Schule Köln wird auch räumlich aufgegriffen. Die Kinder und Jugendlichen können so auf unterschiedliche Weise miteinander lernen und arbeiten. Zu den vielfältigen Maßnahmen, die das Ziel haben, die Gemeinschaftsstruktur zu stärken, gehören auch außerschulische Aktivitäten.
An der Offenen Schule Köln herrscht eine vielseitige Atmosphäre, die von den vielen unterschiedlichen Mitarbeiter*innen unterstützt wird. Auch Studierende und junge Menschen im Bundesfreiwilligendienst sind Teil des Teams. Sie alle tragen zu einer lernenden Gemeinschaft bei, die sich beständig weiterentwickelt.