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Schriftenreihe INSIGHT Grad School

Die konzeptionelle Arbeit in der Graduiertenschule für LehrerInnenbildung auf der Koordinationsebene bildet den Rahmen und die Perspektive dieser Sammlung. Maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung der Artikel sind Ergebnisse auf Basis der Metaebene der Unterstützung und Begleitung von Doktorand*innen innerhalb einer Graduiertenschule und deren konzeptionelle Rahmung in Modelle. So sollen sich Best Practice/ Worst Practice Erfahrungen in einer stetigen Weiterentwicklung zeigen.

Die einzelnen Teile der Reihe lassen sich unter dem Leitthema der „Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung bei der Weiterqualifizierung von Doktorand*innen“ zusammenfassen. Dabei werden bewusst auch Anknüpfungspunkte an die koordinative Praxis und die Leitung einer Graduiertenschule aufgezeigt. Um der Vielschichtigkeit dieses Themas gerecht zu werden, wird ebenfalls die Perspektive des selbstregulierten Lernens von Graduierten aufgegriffen. So stehen Selbstreflexion, Kompetenzaufbau, Bildung und Wahrnehmung eines Erwartungs- und Leistungshorizonts im Fokus der Abhandlungen.

Zielrichtung der Reihe

Übergeordnetes Programmziel der Graduiertenschule für LehrerInnenbildung (GSLB) ist es, die Promotionsfähigkeit und Angleichung des Wissensstandes der Graduierten herzustellen resp. zu gewährleisten und dabei einen qualifizierten Promotionsabschluss innerhalb angemessener Zeitläufe zu gewährleisten.
Dabei ist eine stete Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung des Unterstützungs- und Coaching-Programms für die GSLB ein zentrales Anliegen. Die Doktorand*innen sollen, je nach ihrem Wissenstand und Promotionsfortschritt, auf passgenaue Maßnahmen zugreifen können. Um die Bedarfe benennen und bedienen zu können, sind sowohl Kompetenzen der Selbstreflexion und der Fähigkeit des selbstbestimmten Lernens auf Seiten der Doktorand*innen als auch die Strukturierung und Transparenz des Promotionsprozesses sowie die Formulierung von Meilensteinen am Erwartungshorizont auf Seiten der Graduiertenschule erforderlich. Die wissenschaftlichen Betreuer*innen unterstützen die Doktorand*innen im Rahmen der Unterstützungsformate mit ihrer Expertise und nehmen in der Weiterentwicklung des Programms so ebenfalls eine wichtige Rolle ein. Im Rahmen dieser Reihe sollen daher auch wertvolle Erfahrungen, die in der Betreuung gemacht wurden und aussichtvolle Perspektiven für eine Qualitätsverbesserung zusammengetragen werden.

Erkenntnisgewinn für die Leser*innen

INSIGHT Grad School soll die Innenansicht der Betreuungsarbeit thematisieren, bedeutsame Gelingensbedingungen für eine erfolgreiche Promotion transparent vorstellen sowie Best Practice Beispiele der Betreuung aufzeigen. Denn eine erfolgreiche Promotion ist nicht nur an den „überragenden Leistungen“ prospektiver Doktorand*innen festzumachen; vielmehr bildet das Zusammenspiel zwischen engagierten Doktorand*innen und zuverlässiger Betreuung neben der Projektgüte die Gelingensbedingung für einen erfolgreichen Abschluss. Der Mehrwert einer Betreuung durch eine Graduiertenschule ist dann gegeben, wenn alle Akteur*innen dabei konzeptionell zusammenarbeiten. Um diese Ziele im Rahmen der wissenschaftlichen Nachwuchsförderung im Bereich der Lehrer*innenbildung an der Universität zu Köln nachhaltig zu unterstützen, soll die Schriftenreihe INSIGHT Grad School die systematische und transparente Betreuung sowohl aus der Sicht der Promovierenden als auch aus der Perspektive der Betreuenden erleichtern.

Erscheinungsweise der Reihe

No 1 „Insight Grad School“ – Phasenmodell zum Promotionsverlauf in der Lehrer*innenbildung. Strukturierung des Unterstützungsprogramms

No 2 „Insight Grad School “ – Doctoral Support Concept: Conceptual Framing and Structured Programme including Critical Friend Statement. Dokumentation und Critical Friend-Begutachtung von Prof. Robert Volpe, Northeastern University Boston und englischsprachige Vorlage

Folgende Artikel sind in Arbeit:

Januar 2022 : No 3 „Insight Grad School“ – Aufbau von Methodenkompetenz für die empirische Forschung in fachdidaktischen Promotionen. Konzept für eine systematische Begleitung für Promovierende nach Abschluss eines Lehramtsstudiums

Juli 2022: No 4 „Insight Grad School“ – Betreuungsrahmen in der Graduiertenschule Erwartungshorizont, Qualitätsstandards, Kompetenzprofil Promotion in der LehrerInnenbildung. Die mitwirkenden Betreuer*innen in der Graduiertenschule sehen sich den gemeinsam aufgestellten Standards verpflichtet. Diese sollen zur Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung im fachdidaktischen Bereich beitragen.
 

Bisher erschienen:

INSIGHT Grad School - Volume 2: Doctoral Support Concept
Conceptual Framing and Structured Programme including a Critical Friend Statement

It is not as common that a graduate in the field of teaching starts his or her doc-
torate immediately after completing his or her Master‘s degree. Considering the starting point, the group of doctoral students appears to be much more heterogeneous than that of doctoral students in the specific subject sciences. At the Graduate School for Teacher Education, this situation is taken into account conceptually in the supervision of doctoral students. Due to the heterogeneity of the group of doctoral students with different subjects of the different faculties of teacher education, a wider age range and different professional and experience backgrounds, the process of group formation is a particular challenge within the graduate school. The aim of the programme is to establish and guarantee the graduates‘ ability to complete their doctorates and to harmonise their levels of knowledge. The programme, which has been developed along exemplary defined doctoral phases, represents a unique selling point in the support of graduates in the field of teaching and leads to a high visibility within the university.

Authors: Dr.’ Gabriele Schwager-Büschges, Prof. Dr. Robert Volpe, Prof. Dr. Thomas Hennemann, M.Ed. Philippe Jungheim
Publisher: Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL), Graduiertenschule für LehrerInnenbildung der UzK

INSIGHT Grad School - Band I: Phasenmodell zum Promotions-
verlauf in der Lehrer*innenbildung

Strukturierung des Unterstützungsprogramms

Die Gruppe der Promovierenden mit Lehramtsbezug zeichnet sich durch eine große Heterogenität aus: durch unterschiedliche Fächer in verschiedenen lehrer*innenbildenden Fakultäten und kooperierenden Hochschulen, ein größeres Altersspektrum oder durch verschiedene Berufs- und Erfahrungshintergründe. Aus unserer Sicht bedarf es einer grundlegenden Strukturierung des Promotionsablaufes, an der sich der/die individuelle Doktorand*in im Laufe des Promotionsprozesses orientieren, immer wieder selbst verorten und Bedarfe autonom identifizieren kann, und innerhalb derer die Graduiertenschule ihr Programm und Angebot kommunizieren und an individuelle Promotionsverläufe anpassen kann. Anhand von exemplarisch definierten Promotionsphasen wird eine systematische Programmstruktur entwickelt, die sowohl der Zielgruppe insgesamt als auch den jeweiligen Promovierenden unter Berücksichtigung verschiedener Qualifizierungswege gerecht werden kann.

Autor*innen: Dr.’ Gabriele Schwager-Büschges, Prof. Dr. Thomas Hennemann, M.Ed. Philippe Jungheim, Dr. Daniel Kramp
Herausgeber: Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL), Graduiertenschule für LehrerInnenbildung der UzK