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bilanz – Bestandsaufnahme und Evaluation von Maßnahmen zur Förderung bildungsbenachteiligter SchülerInnen

Wie unter einer Lupe verdeutlichen sich durch Corona altbekannte Bedarfe bildungsbenachteiligter SchülerInnen. LehrerInnen und SozialpädagogInnen stehen vor der Herausforderung die neue Situation zu meistern, ohne dabei einen Teil ihrer SchülerInnenschaft durch das Distanzlernen abzuhängen. Der geschärfte Blick zeigt, welche Aspekte von Bildungsbenachteiligung besonders brisant sind. Gleichzeitig entwickeln sich in der Krise neue und effektive Wege, durch die Bildungsbenachteiligung nachhaltig ausgeglichen werden könnte.

Das Kooperationsprojekt "bilanz" zwischen der Dohle Stiftung, der ZEIT-Stiftung und dem ZfL eruiert den akuten Förderbedarf bildungsbenachteiligter SchülerInnen in Zeiten von Corona sowie die Abdeckung dieser Bedarfe durch die an Schulen angesiedelten Förderprogramme der Stiftungen beziehungsweise des ZfL.
Aktuell wird an vier Kölner Schulen unterschiedlicher Schulformen das komplette LehrerInnenkollegium zum generellen Unterstützungsbedarf bildungsbenachteiligter SchülerInnen befragt und erhoben, welche Bedarfe in Zeiten von Corona hinzugekommen sind oder sich verschärft haben.
An diesen Schulen sind jeweils Förderprogramme für bildungsbenachteiligte SchülerInnen angesiedelt (WEICHENSTELLUNG für Viertklässler, Dohle AusbildungsCoach, KommMit) oder Fördereinrichtungen kooperieren mit den Schulen (Coach e.V.). Im Rahmen von Leitfadeninterviews werden zusätzlich KoordinatorInnen und Durchführende dieser Programme zu folgenden Punkten befragt: 1. Welche Bedarfe bildungsbenachteiligter SchülerInnen werden grundsätzlich durch das Förderprogramm adressiert? 2. Inwiefern können diese Maßnahmen in Zeiten von Corona weiterdurchgeführt werden? 3. Haben sich bereits neue Formen der Unterstützung entwickelt?

Auf Grundlage dieser Studie können Lücken in der Förderung bildungsbenachteiligter SchülerInnen aufgedeckt werden. Die umfangreiche Erhebung an unterschiedlichen Schulformen zeigt zudem die besonderen Bedarfe verschiedener Altersgruppen und sozialer Milieus. Das finale Ziel des Projektes ist es, zeitnah für verschiedene SchülerInnengruppen passgenaue Maßnahmen zu entwickeln, um die Chancenungleichheit für bildungsbenachteiligte SchülerInnen – auch in Zeiten von Corona – auszugleichen.

Öffentliche Präsentation am 11. September

11.09.2020 | 14.30 Uhr | Präsentation über Zoom | Melden Sie sich hier an.

Stellen Sie Ihre Fragen und diskutieren Sie mit uns: Wie können Schulen und Förderprogramme sinnvoll miteinander agieren? Wie könnte Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe bei allen SchülerInnen sichergestellt werden?

Am 11. September stellt Projektleiterin Dr.’ Ina Berninger das Projekt vor und präsentiert erste Ergebnisse. Die Ergebnisse diskutieren wir mit Raphael Bak, Erziehungswissenschaftler der Universität Wuppertal. Erfahren Sie, mit welchen Ad-Hoc-Maßnahmen Bildungsungleichheit – auch in Zeiten von Corona – ausgeglichen werden könnte.

Wir freuen uns besonders über Menschen aus den Bereichen Schule und Bildungsförderung. Alle anderen Interessierten sind ebenfalls herzlich willkommen! Hier können Sie sich zur kostenfreien Veranstaltung anmelden.