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Pilotprojekt am ZfL

Lernen durch Spenden: Lehramtsstudierende verschenken 5.000 Euro

Im Projekt "Lernen durch Spenden" lernen Lehramtsstudierende wie es ist, SpenderIn oder StifterIn zu sein, in dem sie selbst Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro an Bildungsprojekte im Rheinland vergeben – von der Entwicklung von Auswahlkriterien über die Recherche von Bildungsprojekten bis hin zur Auswahl und der Übergabe der Spende.

Das Pilotprojekt wurde inspiriert durch das amerikanische Learning by giving-Programm von Doris Buffet, der Schwester des Unternehmers Warren Buffet. Sie möchte mit dem Programm an Universitäten die nächste Generation von StifterInnen und SpenderInnen der USA ausbilden.

Warum Spenden in der LehrerInnenbildung?

Bei angehenden LehrerInnen kommen noch drei Aspekte hinzu, die das Projekt so lohnenswert für ihre Ausbildung machen:

  1. Ein solches Programm mit einem Fokus auf Bildungsprojekte ermöglicht ein intensives Nachdenken über das Bildungssystem; viele außerschulische Angebote und viele Angebote von außen an Schulen sind immer auch mehr oder weniger explizite Kritik an der Schule als System.
  2. Als LehrInnen werden viele vor der Frage stehen, mit welchen von all den Programmen, die es für Schulen gibt, sie in ihrer Schule zusammenarbeiten möchten. Da ist die Fähigkeit auszuwählen und zu bewerten zentral.
  3. Als zukünftige LehrerInnen und damit als potentielle ProjektinitiatorInnen und AntragstellerInnen können Studierende in dem Seminar erfahren, nach welche Kriterien Projekte gefördert werden können. Das hilft später beim Einwerben von Projektmitteln.

Gemeinsam mit der DOHLE-Stiftung, die bereits zahlreiche gemeinnützige Projekte in ganz Deutschland unterstützt, möchten wir mit Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln den Piloten "Lernen durch Spenden" realisieren. Sie erhalten so die Möglichkeit, insgesamt 5.000 Euro für unterstützenswerte Bildungsprojekte im Rheinland zu vergeben.

Geplanter Ablauf des Projekts

Das Pilotprojekt verstehen wir als ein Co-Creation-Seminar. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir den Ablauf und das Projekt entwickeln. Dabei werden die folgenden Aspekte sicher eine Rolle spielen:

  • Überblick zum Spenden und Geben
  • Analyse von einem oder mehreren gesellschaftlichen Problemen
  • Entwicklung von Kriterien zur Auswahl von gemeinnützigen Organisationen
  • Recherche und Besuch von gemeinnützigen Organisationen
  • Präsentation von gemeinnützigen Organisationen
  • gemeinschaftliche Auswahl der gemeinnützigen Organisationen
  • Übergabe der Spende
  • Bericht über Verwendung der Spende (mit zeitlichem Abstand)

Zeitraum:

Das Seminar wird im Wintersemester 2020/21 realisiert. Die genauen Termine für die Blocksitzungen werden noch bekannt gegeben.

Wir freuen uns über die Bewerbung von Lehramtsstudierenden

Mitmachen?

Für ein Co-Creation-Seminar suchen wir acht bis zehn Studierende, die gemeinsam mit uns das Pilotprojekt entwickeln und erstmalig umsetzen.

Interesse? Dann schicken Sie unserem Kollegen Dr. Jan Springob (jan.springob(at)uni-koeln.de) eine E-Mail mit der Begründung, warum genau Sie an diesem Projekt teilnehmen sollten (ca. eine halbe Seite).