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"Dafür bin ich aber gar nicht ausgebildet!"

Unterricht und Sprachbildung im Kontext von Flucht und Zuwanderung

Grundlagen, Perspektiven, Handlungsmöglichkeiten

Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen verfolgt der Workshop das Ziel, angehenden und praktizierenden Lehrkräften Raum zu geben, sich (kontinuierlich) mit dem schulischen Arbeits- und Handlungsfeld des Unterrichts mit neu zugewanderten Schüler*innen auseinanderzusetzen. Dabei werden neben allgemein systemischen und unterrichtsorganisatorischen Aspekten auch Sprachbildung sowie der Umgang mit individuellen Bedürfnislagen neu zugewanderter Schüler*innen im Speziellen betrachtet.

Kurze Inputphasen zu unterschiedlichen Teilaspekten und Facetten des umfassenden Handlungsfelds dienen dabei als Impulse, um in Kleingruppen miteinander in den Austausch zu kommen. Auf Basis der breit gefächerten Kompetenzen der Teilnehmenden sollen so Synergien zwischen bisherigen Erfahrungen und aktuellen Fragestellungen der Teilnehmenden geschaffen und für die gemeinsame Auseinandersetzung und Diskussion im Plenum genutzt werden.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten erhalten Sie nach der Anmeldung.

Folgende Themen stehen im Zentrum des Workshops:

  • systemisch-organisationale sowie unterrichtspraktische Aspekte der Unterrichtsumsetzung mit neu zugewanderten Schüler*innen (Unterrichtsmodelle, schulinterne Umsetzungen und exemplarische Good Practice-Beispiele, mögliche Vor- und Nachteile sowie schulspezifische Adaptionen)
  • Interkulturalität und pädagogischer Umgang mit sozial-emotionalen Belastungslagen neu zugewanderter Schüler*innen
  • Spracherwerbstheoretische Betrachtung individueller Sprachkompetenzen als Basis der Förderung in DaZ (u.a. Möglichkeiten zur Rekonstruktion von Spracherwerbsverläufen (Sprachenbiografien), Bedeutung von Spracherwerbskontexten im Feld institutioneller Attestierungen, Fallbeispiele (Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen im Kontext von Flucht und Zuwanderung)
  • Bewertung/Leistungsbewertung im Kontext des Zweitspracherwerbsprozesses (u.a. Betrachtung und Bewertung mehrsprachiger Kompetenzen in der monolingualen Schule, Bedeutung individueller und sozialer Bezugsnormen im Unterricht mit neu zugewanderten Schüler*innen)

Referent

Kevin Niehaus ist als Lehrkraft für Sonderpädagogik aktuell an die Universität Duisburg-Essen, Institut Deutsch als Zweit- und Fremdsprache (DaZ/DaF) abgeordnet. Vor seiner Abordnung arbeitete er an verschiedenen Haupt- und Förderschulen schwerpunktmäßig mit neu zugewanderten Schüler*innen. Der bereits im Studium gewählte Schwerpunkt DaZ und die theoretische sowie schulpraktische Auseinandersetzung mit migrationsgesellschaftlicher Mehrsprachigkeit zieht sich auch im aktuellen interdisziplinär angelegten Promotionsprojekt fort, in der die sprachbildungsbezogene Handlungskompetenz angehender Lehrkräfte der Sekundarstufe I vor dem Hintergrund schulischer Inklusionsprozesse beleuchtet wird.