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Programm und Preisträger*innen

Stifterpreis Bildung & Integration

Die Universität zu Köln, die Technische Hochschule Köln und der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds haben 2019 erstmalig den Stifterpreis Bildung & Integration vergeben. Das Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität hat die Umsetzung der Nominierung und der Verleihung verantwortet. Der Preis ist in der Universität zu Köln an den Prorektor für wissenschaftliches Personal und Nachwuchs, Prof. Dr. Ansgar Büschges, angebunden.

Mit dem Preis werden drei Absolventinnen und Absolventen der beiden Hochschulen ausgezeichnet, die sich in ihren Abschlussarbeiten auf herausragende Weise mit der Bewältigung von gesellschaftlichen Herausforderungen im Themenfeld Bildung und Integration auseinandersetzen. In den Kategorien Bachelor- und Masterarbeit sowie Promotion werden Preisgelder von insgesamt 6.000 Euro vergeben. Die Jury hat sich zudem dazu entschlossen, einen zweiten Platz in den Kategorien Master und Bachelor zu vergeben, um sehr gute Leistungen zu würdigen.

41 Studierende und Promovierende haben sich für den Stifterpreis beworben. Eine Fachjury wählt die Preisträgerinnen und Preisträger aus.

Initiiert durch das Stifterehepaar Katja und Fred Bänfer. Die Ausschreibung und der Preis orientieren sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Preisverleihung am 15. Mai 2019

  • Eröffnung und Begrüßung durch den Prorektor für wissenschaftliches Personal & Nachwuchs, Universität zu Köln Prof. Dr. Ansgar Büschges

  • Grußwort vom Verwaltungsratsvorsitzenden des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfinds Reinhard Elzer

  • Grußwort der Bürgermeisterin der Stadt Köln Elfi Scho-Antwerpes

  • Kabarett-Beitrag von Fatih Çevikkollu, Schauspieler und Kabarettist

  • Vorstellung der Preisträger*innen durch den Projektleiter des Stifterpreis Bildung & Integration Dr. Jan Springob

  • Preisverleihung mit Stifter Fred Bänfer, Prorektor Prof. Dr. Ansgar Büschges, ZfL-Geschäftsführerin Myrle Dziak-Mahler und Verwaltungsratsvorsitzendem des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds Reinhard Elzner

  • Laudatio von Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW

  • Vortag der Preisträgerin Promotion Dr. Mona Massumi zu ihrem Dissertationsprojekt

  • Schlussworte von Dr. Jan Springob und Stifter Fred Bänfer

Die PreisträgerInnen 2019

Bachelor

1. Anna Simon, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Dr.' Henrike Terhart): Zur Bedeutung von Bildungsangeboten für geflüchtete Kinder in Erstaufnahmeunterkünften – eine qualitative Interviewstudie in der Einrichtung Herkulesstraße in Köln. (1,0)

"Anna Simon ist 27 Jahre alt und lebt in Köln. Nach dem Abitur nahm sie im Wintersemester 2013 das Studium der Erziehungswissenschaft auf. Studienbegleitend absolvierte sie von Oktober 2015 bis November 2016 zwei Praktika bei dem Sprachförderungsprojekt PROMPT! Deutsch lernen. In diesem Rahmen war sie in Notunterkünften für Geflüchtete zunächst in Düsseldorf und dann in Köln tätig. In letzterer arbeitet sie im Anschluss weiterhin als studentische Lehrkraft beim Deutschen Roten Kreuz bis zum April 2017 in der Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung. Nach ihrem Bachelorabschluss im September 2017 begann sie im selben Jahr mit dem Masterstudiengang Interkulturelle Kommunikation und Bildung mit dem Zweitfach Erziehungswissenschaft. Zusätzlich absolviert sie aktuell das Weiterbildungsstudium Deutsch als Zweitsprache (DaZ) des Mercator-Instituts in Köln. Zwischen Januar und April 2018 war sie am Goethe-Institut in Melbourne als Praktikantin in der Sprachabteilung tätig. Darauf folgte im September 2018 eine freiberufliche Mitarbeit bei der Jugendhilfe Köln e.V. für die Durchführung von Potentialanalysen. Seit Dezember 2015 engagiert sie sich außerdem ehrenamtlich im Verein für Kunst, Kultur und Inklusion e.V."

2. Büsra Bakirci, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Hans-Joachim Roth): Die Bedeutung von Netzwerken für Studierende ‚mit Zuwanderungsgeschichte‘ am Beispiel von MICADOS. (1,0)

Master

1. Sebastian Koch, Universität zu Köln / Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Matthias Heinz): Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration. (1,0)

"Sebastian Koch absolvierte ein Bachelorstudium in Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt. Später wechselte er an die WiSo-Fakultät der Universität zu Köln, um sein Studium mit einem Master in Economics fortzuführen. Zu seinem Studium gehörten Auslandsaufenthalte an der New School in New York City sowie der Università Commerciale Luigi Bocconi in Mailand. In seiner Masterarbeit mit dem Titel „Lack of Knowledge about the Functioning of the Labor Market: An Overlooked Obstacle to Labor Market Integration” beschäftigt sich Sebastian Koch mit der Arbeitsmarktintegration zugewanderter Studierender in Deutschland. Er zeigt, dass sich zugewanderte Studierende weniger effektiv auf den Arbeitsmarkteintritt vorbereiten als einheimische Studierende und dass dies auch dadurch zu erklären ist, dass es zugewanderten Studierenden an Wissen zur Funktionsweise des deutschen Arbeitsmarktes mangelt.Seit April 2018 promoviert Sebastian Koch am Lehrstuhl für Personalwirtschaft von Prof. Guido Friebel an der Goethe-Universität Frankfurt. Der Schwerpunkt seiner Forschung liegt auf der Mitarbeiterrekrutierung. In einem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt er sich beispielweise mit der Frage, ob Individuen bei Einstellungsentscheidungen dazu neigen, Kandidatinnen und Kandidaten zu bevorzugen, die ihnen ähnlich sind."

2. Nils Wilscheid & Cosima Zentara, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (PD' Dr. Bettina Lösch): Demokratie in und Demokratisierung von Schule zwischen Diskurs und Praxis – Implikationen für ein demokratisches Regelschulsystem. (1,0)

Promotion

Mona Massumi, Universität zu Köln / Humanwissenschaftliche Fakultät (Prof. Dr. Hans-Joachim Roth): (Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien migrierter Jugendlicher und junger Erwachsener. Eine qualitative Untersuchung zu Systemeffekten, Schulerfahrungen und Bewältigungsprozessen. (summa cum laude)

"Mona Massumi ist abgeordnete Lehrerin am ZfL. Dort ist sie Koordinatorin für Diversity und Projektleiterin für das Projekt PROMPT! Sie promovierte zu dem Thema „(Dis-)Kontinuitäten in Schulbiografien von migrierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im deutschen Bildungssystem: Eine qualitative Untersuchung zu Schulerfahrungen, Bewältigungsprozessen und Systemeffekten“ an der Universität zu Köln.  Vor ihrer Zeit an der UzK unterrichtete sie an einem Bonner Berufskolleg, vorwiegend in Internationalen Förderklassen."