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Karriereweg Promotion

Eine Promotion mit Lehramtsbezug eröffnet vielseitige Perspektiven, sowohl in der Wissenschaft als auch im Bildungswesen. Sie bietet die Möglichkeit, sich vertieft mit einem Thema auseinanderzusetzen und wissenschaftliche Methoden zu vertiefen und anzuwenden. Zudem werden das wissenschaftliche Urteilsvermögen, Selbstreflexion und die Fähigkeit, komplexe Prozesse analytisch zu durchdringen gefördert. Dies sind zentrale Kompetenzen in allen professionellen Handlungsfeldern von Bildung. Eine Promotion ist nicht nur Voraussetzung für eine wissenschaftliche Laufbahn, sondern stärkt auch die professionelle Handlungskompetenz der Akteur*innen im Bildungswesen. Unsere Alumni sind nicht nur in der Forschung und Lehrer*innenbildung aktiv, sondern setzen auch wichtige Impulse für Schul- und Unterrichtsentwicklung. 

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der Einstieg in eine Promotion kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgen – direkt nach dem Master, nach dem Referendariat oder auch nach einigen Jahren Berufserfahrung.
Gerade Promotionsinteressierte im Lehramt müssen abwägen, an welcher Stelle sie das Referendariat absolvieren möchten. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung lässt sich eine Promotion aktuell kaum sinnvoll parallel zum Referendariat durchführen.

Für bereits verbeamtete oder unbefristet beschäftigte Lehrpersonen besteht die Möglichkeit, für Promotionszwecke an die Hochschule abgeordnet zu werden. Dies kann die Vereinbarkeit von Beruf und wissenschaftlicher Qualifizierung erheblich erleichtern.

Was eine Promotion verlangt

Eine Promotion ist eine intensive, meist mehrjährige Phase wissenschaftlicher Arbeit. Sie erfordert Zeit, Eigenständigkeit, Motivation und Durchhaltevermögen. Neben fachlicher Exzellenz sind gute Selbstorganisation, Frustrationstoleranz und die Fähigkeit zur kritischen Reflexion zentral.

An der Graduiertenschule für Lehrer*innenbildung beträgt die durchschnittliche Promotionsdauer etwa vier bis fünf Jahre. Viele Promovierende verbinden die Promotion mit einer Tätigkeit an der Hochschule, manche auch mit einem (reduzierten) Pensum an einer Schule oder die Finanzierung erfolgt über ein Stipendium. Die Rahmenbedingungen variieren individuell – je nach persönlicher Lebenssituation, Betreuung und Finanzierungsmöglichkeiten.

Unterstützung und Beratung

Ob und wann eine Promotion der richtige Schritt ist, hängt von vielen Faktoren ab. Deshalb empfehlen wir, sich frühzeitig zu informieren und individuell beraten zu lassen. Bei einer Beratung, die bereits während des Masterstudiums stattfindet können durch den Besuch von (extracurricularen) Lehrveranstaltungen, Workshops sowie studentischen Nebentätigkeiten (z.B. als wissenschaftliche Hilfskraft) und/oder der Ausgestaltung der Masterarbeit bereits Weichen gestellt werden.


Die Graduiertenschule bietet Orientierung zu Themen wie:

  • formale und fachliche Voraussetzungen
  • zeitliche Planung
  • Finanzierungs- und Betreuungsoptionen
  • individuelle Motivationsklärung und Themeneingrenzung
  • Perspektiven 

Das Ausfüllen des Beratungsformulars ist obligatorisch, um eine fundierte Beratung zu ermöglichen. Es bildet die Grundlage für die Terminvereinbarung.

Die Phasen der Promotion auf einen Blick